„Blue Angel“ für einen Tag!

„Blue Angel“ für einen Tag!

Oberstleutnant Arne Heitzmann, Staffelkapitän der 2. Deutschen Luftwaffenausbildungsstaffel auf der Naval Air Station Pensacola in Florida/USA, erhielt am 22. April 2014 eine Einladung zum Mitflug in einer F/A-18 Hornet des weltweit bekannten US-Navy Flight Demonstration Teams „Blue Angels“. Diese einmalige Chance ließ sich der deutsche Pilot natürlich nicht nehmen und stieg ins Cockpit des blau lackierten Jets.

 

Pensacola/Florida/USA – Eigentlich glaubte Oberstleutnant Arne Heitzmann fliegerisch schon einiges erlebt zu haben. Doch nun wurde sein Erfahrungsschatz nach einer Einladung zum Mitflug in einer F/A-18 Hornet des US-Navy Flight Demonstration Teams „Blue Angels“ noch einmal bedeutend bereichert. Da die wohl bekannteste Kunstflugstaffel der Welt in den Sommermonaten ebenfalls in Pensacola stationiert ist, kam es überhaupt erst zu diesem Zusammentreffen. Die „Blue Angels“ wurden kurz nach dem zweiten Weltkrieg gegründet und treten jedes Jahr vor mehr als zehn Millionen Zuschauern auf. In ihren spektakulären Flugshows fliegen Piloten der US-Navy und des US Marine Corps in engsten Formationen und zeigen so ihr ganzes können. Die Einladung an Oberstleutnant Arne Heitzmann ist zugleich auch Dank für die überaus erfolgreiche Zusammenarbeit der 2. Deutschen Luftwaffenausbildungsstaffel mit den Gastgebern auf der Naval Air Station Pensacola während seiner Tätigkeit als Staffelkapitän und zeigt, welches hohe Ansehen die deutsche Staffel hier genießt.

 

Auf dem Weg ins Cockpit musste der „Chef“ beim „Boss“, wie der Flight Leader des Teams auch genannt wird, dann zugeben, dass er doch ein wenig aufgeregt sei. Die Zweifel waren durchaus berechtigt, kommt doch der Gastflieger auch in den Genuss, alle geflogenen Manöver und die dabei auftretenden Belastungen bis zu 8G ohne die sonst in einem Kampfjet übliche Unterstützung einer Anti-G-Hose zu erleben. Mit „Blue Angel #4“, dem sogenannten „Slot“ in der berühmten Diamond-Formation und US-Marine Captain Brandon Cordill an den Controls, erwiesen sich die Befürchtungen letztlich als unbegründet. Die Belastungen während des Fluges hinterließen außer etwas Schweiß und einem unbeschreiblichen Glücksgefühl keine bleibenden Spuren.

Nach der Landung kletterte der neue „Blue Angel“ mit dem breitesten Grinsen seiner Amtszeit aus dem Jet und suchte verzweifelt nach einem Superlativ für „awesome“. Von Familie, Freunden und Staffelangehörigen wurde er wieder in Empfang genommen. Die am Boden Gebliebenen hatten natürlich eine Menge Fragen an den frisch gebackenen „Blue Angel“ und man konnte heraushören, dass ihm dieses besondere Erlebnis unvergesslich sein wird.

 

Autor: Hans-Josef Fuhr/Luftwaffe
Foto: Magdalena Szczodrowska/Luftwaffe

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