Nachwuchsförderung mit der IDLw:
Flugsimulator Schülerfirma „Nobel Air“

Die Interessengemeinschaft Deutsche Luftwaffe e.V.(IDLw e.V.) begleitet und fördert im Rahmen seiner  Ziele und Satzung ein besonderes Projekt von luftfahrtinteressierten Schülern .

Im Schuljahr 2011/12 begannen sich Schülerinnen und Schüler (SuS) des 8. Jahrgangs der Alfred-Nobel-Schule in der Wahlpflicht Arbeitsgemeinschaft „Flugsimulator“ mit dem Nachbau eines Airliner Cockpits zu beschäftigen. Ziel war es, einen voll funktionstüchtigen, statischen Flugsimulator für Unterrichts- und Schülerfirmenzwecke an der Schule zu entwickeln, zu bauen und zu betreiben. Als Vorlage dienten dazu Cockpits aktuell eingesetzter Flugzeugmuster wie die Boing 737 und Airbus A320, welche sich auch in den Dimensionen des Simulators wiederfinden. Als Simulationsgrundlage dient eine handelsübliche Software, welche auch die Darstellung weiterer Flugzeugmuster ermöglicht und die dazugehörigen flugdynamischen Eigenschaften simulieren kann. Dafür wurden zwei verschiedenartige Steuerungsarten ins Cockpit eingebaut (Steuerhorn und Sidestick).

Die Interessengemeinschaft Deutsche Luftwaffe e.V.(IDLw e.V.) begleitet und fördert im Rahmen seiner  Ziele und Satzung ein besonderes Projekt von luftfahrtinteressierten Schülern .

Im Schuljahr 2011/12 begannen sich Schülerinnen und Schüler (SuS) des 8. Jahrgangs der Alfred-Nobel-Schule in der Wahlpflicht Arbeitsgemeinschaft „Flugsimulator“ mit dem Nachbau eines Airliner Cockpits zu beschäftigen. Ziel war es, einen voll funktionstüchtigen, statischen Flugsimulator für Unterrichts- und Schülerfirmenzwecke an der Schule zu entwickeln, zu bauen und zu betreiben. Als Vorlage dienten dazu Cockpits aktuell eingesetzter Flugzeugmuster wie die Boing 737 und Airbus A320, welche sich auch in den Dimensionen des Simulators wiederfinden. Als Simulationsgrundlage dient eine handelsübliche Software, welche auch die Darstellung weiterer Flugzeugmuster ermöglicht und die dazugehörigen flugdynamischen Eigenschaften simulieren kann. Dafür wurden zwei verschiedenartige Steuerungsarten ins Cockpit eingebaut (Steuerhorn und Sidestick).

Nobel Air

Darüber hinaus wurde außerhalb des Cockpits zwei ATC- Arbeitsplätze (Air Traffic Control) eingerichtet, über die eine realistische Flugführung durchgeführt werden kann. Dabei handelt es sich um eine Towerposition und einen Radarführungsplatz. Ziel der Kombination von Cockpit- und ATC- Arbeitsplätzen ist es, den SuS eine neue Möglichkeit einer für sie bisher unbekannten Kommunikationsform und ein neuartiges, schuluntypisches Teambuildingconcept anzubieten. Die bisher gewonnenen Erfahrungen innerhalb des gesamten Projekts zeigen, dass sich das Thema Luftfahrt als ein wahrer Schülermagnet entpuppt und damit auch leicht Einstiege zu allgemeinen Schulthemen, wie zum Beispiel der Berufsorientierung, Physik, Englisch, Deutsch und Wirtschaftslehre, finden lassen. Dieses wurde auch bereits erfolgreich in die Tat umgesetzt. Dabei liegt der Fokus im Besonderen auf der Berufsorientierung.

Erfahrungsstand des Flugsimulatorprojekts „Nobel Air“
Stand: 2015

Rückblickend seit dem Start des Projekts im Jahre 2011 ist zu sagen, dass sich die erlebten Resultate in vielerlei Hinsicht mit den vor Projektbeginn gestellten Prognosen decken. Das Thema „Luftfahrt und Schule“ ist ohne Zweifel auch im Alltag lebbar und beginnt in kürzester Zeit das Handeln und Denken der interessierten SuS zu beeinflussen. Unter dem Gesichtspunkt des Dualen Lernens finden sogar jahrgangsübergreifende Aktivitäten während und außerhalb des Schultages problemlos ihren festen Platz. Luftfahrt ist eine Thematik, die zum Anfassen und Erleben einlädt. Mit kaum einem anderen Thema ist es dem Lehrer und Projektleiter so einfach gelungen, einen Zugang zu jungen Menschen zu erlangen, einen Keim der Perspektiven zu säen und einen greifbaren Grund zum Lernen zu schaffen. Ob es der Teamgedanke innerhalb der Schülerfirma (Nobel Air) ist, die Schaffung eines eigenständigen Unterrichtsfaches mit der Bezeichnung „Luftfahrt“ an der Alfred-Nobel-Schule, die Teilnahme an Wettbewerben, aktive Messebesuche (auch in der Funktion als Aussteller), oder tatsächlich als Branchenzugang in der Form diverser Praktikumsangebote in einer Berufswelt, die weit mehr als nur das Cockpit bietet. Letzteres wurde bereits mehrfach umgesetzt.

Die Erfolgsgeschichte „Luftfahrt und Schule“ mit der Nobel Air wird fortgesetzt!

Am Ende der zweiten Schuljahreshälfte 2014/15 ging man einen Schritt weiter. Das im ersten Teil beschriebene System des Großsimulators wird weiter ausgebaut und verfeinert. Den Anfang machten wir mit dem Einbau von Originalpilotensitzen, die  als Leihgabe des Kooperationspartners IDLw zur Verfügung gestellt wurden. Somit wird dem Realismus wieder ein Stück näher gerückt. Des Weiteren wird der Flugsimulator kompakter gestaltet werden. Dazu ist es beabsichtigt das bestehende Beamersystem durch Großbildschirme und die bisherigen Tastaturen durch Touchscreen Monitore ersetzen. Aber Nobel Air wird auch größer! So laufen die Vorbereitungen zur Entwicklung eines transportablen, neuen Singleseat-Simulators auf vollen Touren. Grund dafür ist eine schulübergreifende Kooperation mit zwei weiteren Berliner Schulen aus Zehlendorf und Steglitz, die ebenfalls Simulatoren zur Segelflugschulung ihrer AGs benötigen. Das System wird, wie auch schon der Großsimulator, online vernetzbar sein und den SuS aller beteiligten Schulen die Möglichkeit des regionalübergreifenden, gemeinsamen Flugtrainings bieten. Die Alfred-Nobel-Schule plant parallel zum Segelflugthema eine weitere Nutzung der neuen Singleseats. So wird es das erste schuleigene VR- Aerobaticteam (Kunstflugteam) Berlins geben. Daraus begründet sich, dass im Voraus alle Bauplanungen im Sinne einer Kleinserienfertigung ausgelegt wurden, um eine größere Stückzahl von Simulatoren auflegen zu können. Diese können auch bei Bedarf an dritte pädagogische Einrichtungen kostengünstig abgegeben werden, was einen neuen Zweig der Schülerfirma darstellen könnte. In diesem Zusammenhang wird im laufenden Schuljahr 2015/16, wie auch damals im Jahre 2011, eine Arbeitsgemeinschaft angeboten, in der die SuS diesmal tatsächlich angewandte Holzflugzeugbautechniken erlernen, um Festigkeit und Gewichtsreduzierung zu thematisieren und in Einklang zu bringen. Derzeit ist die Klärung der Frage zur Finanzierung des vorgesehenen elektronischen Equipments noch offen. Dennoch ist die AG sehr zuversichtlich in Bezug auf die Realisierbarkeit. Das große Ziel war die praktische Vorstellung  des Projekts auf der  ILA 2016. Die IDLw beabsichtigte sich auf der ILA gemeinsam mit dem Projekt „Nobel Air“ und seinen jungen Kooperationspartnern zu präsentieren.

 

Dies ist nun auch gelungen. Die ILA war ein voller Erfolg für die Schüler. Die Präsentation ihres Simulators hatte große Aufmerksamkeit bei allen jungen und älteren Besuchen. Selbst flugerfahrende Besucher waren erstaunt und begeistert von der Arbeit der Schüler. Dieses besondere Schülerprojekt ist eins von derzeit vier Projekten im Rahmen der Nachwuchsförderung und ist damit u.a. auch ein Beitrag der IDLw zur Sicherung und Gewinnung von Fachkräften für die Luftfahrt.

 

Zukünftig wird die IDLw das Projekt mit der „Nobel Air“ verstärken und als sogenanntes „Leadprojekt“ für weitere Schulen ermöglichen die Interesse an einer solchen AG für die Luftfahrt haben.

Kooperation mit dem Campus of Excellence

Campus of Excellence

Copyright: Campus of Excellence

Campus of Excellence (COE) ist eine private, unabhängige Bildungsinitiative, die von über 100 Förderern und Partnern – darunter auch der Interessengemeinschaft Deutsche Luftwaffe e.V. – aus sieben europäischen Ländern getragen wird und regionale Projekte in Deutschland sowie in den Partnerländern Ungarn und Polen durchführt.

 

Ziel ist es, Potenziale junger Menschen zu erschließen und individuell zu fördern. Schüler und Studierende werden in der Ausbildungsphase sowie bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer Berufs- bzw. Karriereplanung systematisch unterstützt. Seit Gründung im Jahr 2005 hat der COE insgesamt rund 720 Unternehmensstipendien vergeben. Die verschiedenen Projekte werden von Wissenschaftlern begleitet, die für eine kontinuierliche Evaluation sorgen.

 

Ein neues Projekt des COE wird unter dem Namen „Zukunft TALENT“ auch von der IDLw e.V. unterstützt. Mit dem Projekt Zukunft TALENT will die Bildungsinitiative Campus of Excellence beweisen, dass es Exzellenz auch an Haupt- /Mittelschulen gibt. Zielsetzung in der Schulphase sind die Optimierung der Ausbildungsfähigkeit von Schülerinnen und Schülern mit niedrigem sozioökonomischem Umfeld oder Migrationshintergrund sowie die Vermittlung von möglichst vielen Berufsbildern. Der COE will für passgenaue Ausbildungsplätze sorgen und die Teilnehmer auch während der Ausbildungsphase mit einem Mentoren- und Patenprogramm drei Jahre begleiten, um dadurch die Lösung von Ausbildungsverträgen zu verhindern. Weitere Informationen zur COE finden Sie unter http://www.campus-of-excellence.com

100

Förderer

Mehr Informationen auf der offiziellen Webseite Campus of Excellence

720

Unternehmensstipendien

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