Cold Response – die kalte Antwort aus dem Norden

Neun Nationen, 15.000 Soldaten und ein gemeinsames Ziel – multinationale Operationen. Von Schweden über Frankreich bis hin zu den Vereinigten Staaten von Amerika: Die Armeen üben miteinander – in der Luft und am Boden. Die Fähigkeiten dieser Tage in Norwegen sind vielfältig. Das Team Luftwaffe ist mit zwei Transportmaschinen vom Typ A400M dabei.

Eisige Kälte, neun Nationen, 15.000 Soldaten – es geht los, die Übung Cold Response! Alle zwei Jahre findet die Übung an der Westküste Norwegens statt (Quelle:2020 Bundeswehr/Jane Schmidt)

Eisige Kälte, das offene Nordmeer und unwegsames Gebiet. Wenn eine Strecke von 400 Kilometern 15 Autostunden braucht, ist man an der Westküste des Nordlandes angekommen. Zwischen Fjörden und einer Landschaft die Menschen in ihren kalten Bann zieht, ist es Zeit für Cold Response.

Die große Übung findet alle zwei Jahre in Norwegen statt. Altbekanntes muss aufgrund der klimatischen Bedingungen neu geübt, angepasst und verbessert werden. Ziel ist es, gemeinsam multinational operieren zu können. An der Seite der Norweger üben während Cold Response Dänen, Belgier, Schweden, Niederländer, Briten, Franzosen, Amerikaner und Deutsche.
Gegeneinander ist füreinander

Gegeneinander ist füreinander

Cold Response ist eine sogenannte Zwei-Parteien-Übung. Es werden sowohl offensive, als auch defensive Aktionen ausgeführt. Sprich, die Armeen üben gegeneinander – am Ende aber mit- und füreinander.
Ein A400M fliegt im Tiefflug durch die schneebedeckte Landschaft Norwegens.

Auch das kann der A400M: Im Tiefflug durch die schneebedeckte Landschaft Norwegens fliegen. (Quelle:2020 Bundeswehr/Sandra Süßmuth)

Das Team Luftwaffe ist mit zwei Transportern auf der Air Force Base in Bodö stationiert. Während dieses Kommandos, wie eine Übung auch genannt wird, werden sie Passagiere transportieren, mit dem Air Mobile Protection Team des Objektschutzregimentes der Luftwaffe trainieren und tief fliegen. Zwischen den Bergen, durch die Fjörde und unter den tiefhängenden Schneewolken.

Bislang transportierten die Deutschen etwa 350 Passagiere anderer Nationen und Fracht aller Art, verteilt auf vier Flüge. Cold Response erstreckt sich auf das gesamte Land. Die Wege auf einer normalen Straße zu passieren ist zeitlich unmöglich. Deshalb tut das Team was es kann – es fliegt.

Acht Tonnen Material, 32 Soldaten und viele Schokoriegel

Das deutsche Personal bei Cold Response besteht aus zwei kompletten Flugzeugcrews, vielen Technikern und unterstützenden Kräften, wie ITInformationstechnik-Spezialisten. Doch nicht nur wegen und mit ihnen läuft die Übung: Sie kümmern sich um die Trainings und Flugzeuge und Stabsfeldwebel Maik E. kümmert sich um sie. Er ist der Spieß des Kommandos.

Die Mutter der Kompanie – auch im Nordland

„Ich kannte die Gegebenheiten vor Ort nicht und deshalb habe ich mich auf alles eingestellt“, sagt Maik. So begründen sich acht Tonnen Fracht, bestehend aus Computern, Technik und jeder Menge Lebensmitteln. Neben kiloweise Nudeln und Kartoffeln sind Bierzeltgarnituren, Pavillons und eine Fritteuse mitgeflogen.

Auch das kann der A400M: Im Tiefflug durch die schneebedeckte Landschaft Norwegens fliegen. (Quelle:2020 Bundeswehr/Sandra Süßmuth)

„Heute gibt’s Currywurst Pommes“, sagt Maik, „deswegen die Fritteuse.“ 10 Kilogramm der goldenen Kartoffelstäbchen später ist Schluss für den Tag. Die Planungen für den kommenden stehen, die Küche ist sauber, der eingeflogene Koch im Dienstschluss – Zeit für eine Cola und einen Schokoriegel. Und bei dreieinhalb Tonnen Marketenderwaren bekommt vielleicht auch jeder zwei.

Ziel der Übung ist es, gemeinsam multinational agieren zu können. Das Transportflugzeug A400M eignet sich perfekt, um viele Soldaten unterschiedlicher nationen zu transportieren. (Quelle:2020 Bundeswehr/Jane Schmidt)

Autor: Sandra Süßmuth

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