Digitalisierung ist die Natur der Luftwaffe

Seit jeher erfordert die Nutzung der dritten Dimension neue Technologien. Durch den technischen Fortschritt und die fortschreitende Digitalisierung entwickelt sich die Teilstreitkraft stetig weiter. Das macht Generalleutnant Dr. Ansgar Rieks bei der „Berliner Plattform“ in seiner Rede deutlich.

Neben den Themenschwerpunkten Erhöhung der materiellen Einsatzbereitschaft, Multinationalisierung und Team Luftwaffe, hat der Inspekteur der Luftwaffe die Digitalisierung zu einem seiner Schwerpunkte erklärt. Den Stellenwert dieses zukunftsweisenden Themas für die Luftwaffe unterstreicht auch die Einsetzung des Stellvertreters des Inspekteurs der Luftwaffe, Generalleutnant Dr. Ansgar Rieks, als Beauftragter für die Digitalisierung in der Luftwaffe. In dieser Funktion informiert General Rieks über die herauszuhebenden Digitalisierungsprojekte der Luftwaffe:

Generalleutnant Dr. Ansgar Rieks ist der Beauftragte für den Fortschritt der Digitalisierung in der Luftwaffe. (Quelle: Luftwaffe/Volker Muth)

Es wird ruhig im Saal, alle Blicke sind nach vorn gerichtet. Die Landesvertretung Sachsen-Anhalts in Berlin-Mitte ist gut gefüllt. Rund 130 Gäste, darunter hochrangige Soldaten der Luftwaffe, sind anwesend, auch Vertreter aus Politik und Industrie sind gekommen. „Die Luftwaffe verfolgt bei der Digitalisierung einen ganzheitlichen Ansatz, der alle Elemente einbezieht. Dazu gehört z.B. neben den Projekten auch die Verfolgung der Technikentwicklung, Führungs- und Personalaspekte sowie Fragen des Systemischen Ansatzes bei „System of Systems“.Rieks stellte das Sich daraus ergebende Digitalisierungsrad eingehend da.

Es wird ganz ruhig im Saal. Soldaten, Vertreter aus der Politik und der Industrie hören gespannt dem Vortrag zu. (Quelle: Luftwaffe/Volker Muth)

Prägende Eindrücke für den Nachwuchs

Die Digitalisierung in der Luftwaffe geht voran. Als neustes Projekt spricht Rieks von der Einführung neu entwickelter Segelflugsimulatoren an der Offiziersschule der Luftwaffe in Fürstenfeldbruck. Im Kampf um die besten Köpfe des Landes sei eine moderne und zeitgemäße Ausbildung unerlässlich. In wenigen Wochen schon stehen den Offiziersanwärtern der Teilstreitkraft nun vier dieser neuen Simulatoren für das Training und die Ausbildung zur Verfügung. Der „Segelflugsimulator Virtual Reality Technik“ wurde in Zusammenarbeit mit dem Cyber Innovation Hub der Bundeswehr entwickelt und zügig beschafft. Dies steigert die Attraktivität der Ausbildung und entwickelt sie weiter.

Insgesamt gibt es „ca. 50 Digitalisierungsprojekte innerhalb oder für die Luftwaffe“, stellt der Generalleutnant klar und macht deutlich, welche Bedeutung das Thema für ihn und die Teilstreitkraft hat. Seitdem er vom Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Ingo Gerhartz, zum Digitalisierungsbeauftragten ernannt wurde, hat sich vieles getan. „Digitalisierung erfordert Fokussierung. Sie ist als ein Vehikel zu betrachten, auch um nicht von ihr selbst getrieben zu werden“, betont er.

Die Digitalisierung liegt in der DNA der Luftwaffe. (Quelle: Luftwaffe/Volker Muth)

„DNA – Digitalisierung Natur der Air Force“

Die DNA sei laut Rieks die Software, die Leben „programmiert“. Die Lebenskunst bestehe darin, Talente zu erkennen und die vielfältigen Chancen, die der Bauplan der DNA uns mitgibt, bestmöglich zu entfalten. Als „lebender Organismus“ habe auch die Luftwaffe einen solchen genetischen Code, der die Teilstreitkraft bestimme. „Daher formulieren wir selbstbewusst den Anspruch, auch im Bereich der Digitalisierung nicht nur Schritt zu halten, sondern auch an der Spitze des Fortschritts mitzumarschieren. Denn dies ist unsere DNA“, sagt Rieks überzeugt.

„Die Menschen des Teams Luftwaffe stehen im Mittelpunkt“, betont Rieks. (Quelle: Luftwaffe/Volker Muth)

Bei der Luftwaffe werden Systeme miteinander verbunden. Mit dem „Simulationsverbund Luftwaffe“ sollen durch die Nutzung innovativer Technologien verschiedene Waffensysteme und taktische Simulationen miteinander vernetzt werden. Diese Vernetzung, unter Nutzung moderner digitaler Übertragungs- und Verarbeitungstechnik, steigert sowohl die Effektivität als auch die Effizienz der Ausbildung und der Vor- sowie Nachbereitung von Übungsvorhaben. Zudem spart die Vernetzung Ressourcen, da Informationen digital schneller weitergegeben werden können. Daten statt Menschen bewegen – das bringt es auf den Punkt.

Ein anderes digitales Projekt der Luftwaffe ist die Nutzung der Simulationssoftware „Command“, um die Darstellung und Analyse von Luftoperationen möglich zu machen. Die vorgesehene Software soll mit ihren Daten eine realitätsnahe Umgebung und Umwelt abbilden. In Zukunft könnte die Technologie verstärkt in der Ausbildung, zu Planungszwecken und in der Weiterentwicklung genutzt werden.

„Digitalisierung ist ein fester Bestandteil unseres Mindsets und damit ist jeder Mitarbeiter ein Stück weit digital“, sagt Rieks. Denn, „die Menschen des Teams Luftwaffe stehen im Mittelpunkt“, sagt er abschließend.

Autor: PIZ Lw

 

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