Hohes Interesse an der Vortragsreihe "Berliner Plattform"
Berlin, 14.03.2012| Autor: Fabian Stoll
Am 7. März 2012 fand unter Schirmherrschaft der Interessengemeinschaft Deutsche Luftwaffe e.V. die erste Veranstaltung der Vortragsreihe „Berliner Plattform“ in diesem Jahr statt. Generalleutnant Finster trug zum Thema Innere Führung, Auftragstaktik und Menschenführung vor und stand den Teilnehmern im Anschluss Rede und Antwort.
Generalleutnant Finster stand den Teilnehmern Rede und Antwort (© IDLw e.V.)
Eröffnet wurde die Veranstaltung bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) in Berlin durch den Präsidenten der IDLw e.V., Generalmajor a.D. Winfried Gräber. Das hohe Interesse an der Veranstaltung erreichte prompt die Kapazitätsgrenze der Räumlichkeiten der DGAP. So wurde der Vortrag von Generalleutnant Finster kurzerhand in einen vorbereiteten Raum übertragen, um allen Teilnehmern aus Politik, Wirtschaft und Militär die Möglichkeit zu geben, sich an der anschließenden Diskussionsrunde zu beteiligen.
Generalleutnant Finster machte in seinem Vortrag deutlich, dass die bevorstehende Reform, nicht nur von Verwaltungsstrukturen und Fähigkeitsprofilen abhängig ist. Nach Meinung des Generals spielt der Mensch bei der Umsetzung der anstehenden Reform eine zentrale Rolle. „Nur wenn die Soldaten und Soldatinnen und zivilen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Bundeswehr gemeinsam diesen Prozess mit Leben und Kraft füllen, kann dies gelingen“, sagte Finster.
Ressourcenorientierung im Wandel
Ziel ist es in Zukunft, die Ressourcenbereiche Personal, Rüstung, IT, Nutzung und Infrastruktur/Dienstleistungen konsequent zivil-militärisch zu durchmischen. Fachliche und organisatorische Kompetenzen werden somit zusammengeführt. Als Ziel nannte Finster - stärker als bisher - das gemeinsame Denken und Handeln zu fördern, all dies unter Berücksichtigung, dass die Bundeswehr in Zukunft ein breites Spektrum an militärischen Operationen abdecken muss - die finanziellen Mittel aber weniger werden.
Verantwortungsvoll mit Fehlern umgehen
„Wo Menschen handeln, vor allem wenn sie unter hohem Druck und Gefahr handeln, passieren auch Fehler“, betonte der General. Er erklärte, dass es auch zur Auftragstaktik gehöre, verantwortungsvoll mit Fehlern umzugehen und nannte im gleichen Zuge den Begriff „Fehlerkultur“. Eine wichtige Voraussetzung dafür sei ein tragfähiges Vertrauen und ein leistungswilliges und –fähiges Personal, das sich durch Erziehung, Bildung und Ausbildung zu gefestigten Führungskräften entwickelt. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch eine intensive Diskussionsrunde, die im weiteren Verlauf des Abends in persönlichen Gesprächen ihren Abschluss fand.
Impressionen |
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