Diese Jugend von heute: Interessiert und engagiert
Nörvenich, 19.11.2011 | Autor: Timo Braam, Glenn Atienza
Am 19. und 20. November 2011 fand der Jugendpressekongress auf dem Fliegerhorst Nörvenich statt. Die Teilnehmer – etwa 120 durch ihr ausgeprägtes soziales Engagement hervorstechende Jugendliche – erhielten die Möglichkeit ihr Können im Bereich Journalismus unter Beweis zu stellen.

Aus ganz Deutschland reisten die Teilnehmer des 119. Jugendpressekongress zum gastgebenden Verband, dem Jagdbombengeschwader 31 „Boelcke“ (JaboG 31 „B“) auf den Fliegerhorst in Nörvenich, an. Das Jugendmarketing der Bundeswehr lud Jugendliche und junge Erwachsene ein, die sich durch besonderes soziales Engagement hervorgetan haben. Die Schülervertreter, Jugendgruppenleiter und Co. erstellten zusammen mit professionellen Journalisten Videobeträge, eine Zeitung, sowie – ganz zeitgemäß - ein Webmagazin. Inhaltlicher Schwerpunkt der Beiträge sollten die Chancen und Perspektiven des Arbeitgebers Bundeswehr, und nicht zuletzt der Luftwaffe, sein.
Professionelle Unterstützung
Am Samstagmorgen betraten die Jugendlichen die Kaserne. Eine für die meisten ungewohnte Umgebung. Hatten die Teilnehmer doch ganz eigene Vorstellungen von Soldaten, Kasernen und „Befehl und Gehorsam“. Umso überraschter waren sie als Oberst Andreas Hoppe, Kommodore, und somit Chef des JaboG 31 „B“, sie freundlich und sympathisch begrüßte. „Wir werden Ihnen erklären und zeigen was wir machen und wie wir es machen“, lauteten die abschließenden und zugleich einleitenden Worte des Luftwaffenstabsoffiziers. Und dann ging es an die Arbeit. Die Profijournalisten und -redakteure gaben ihnen in Workshops noch einige Tipps an die Hand, wie eine Berichterstattung abläuft. Einer der Profis war Stephan Mayer, Hauptstadtstudioleiter beim Bayerischen Rundfunk. Er schätzt die Veranstaltung weil er sieht, „dass sie unabhängig durchgeführt wird“ und es „Jugendliche gibt, die Mut für die Zukunft machen.“ Außerdem könne man so junge Menschen für den Medienbereich interessieren und gewinnen.
Luftwaffe zum Anfassen
Die journalistischen Fähigkeiten konnte der Pressenachwuchs bei einem sogenannten Staticdisplay, einer Ausstellung luftwaffentypischer Ausrüstung und Geräte, beweisen. Hier hatten die Jungjournalisten die Möglichkeit erste Interviews mit Referenten aus verschiedenen Bereichen der Luftwaffe einzuholen und Informationen zu sammeln. Höhepunkt war der Alarmstart zweier Eurofighter, die die „Presse“ aus nächster Nähe betrachten konnte. „Ich hätte nicht gedacht, dass der Start eines Eurofighters so laut ist“, so ein begeisterter Oberstufenschüler aus Essen. Der Kampfjet Tornado war ebenfalls Zuschauermagnet und beliebtes Fotomotiv. „Toll, dass man hier auch mal einen Kampfjet anfassen darf. Ich hätte nicht gedacht, dass die Soldaten so viel für uns aufgebaut und vorbereitet haben“, sagte Matthias aus Stuttgart.
Rummel auf der Medienbörse
In einer umfunktionierten Wartungshalle fand die Medienbörse statt. Dort konnten die Jugendlichen an den Stationen „Alltag auf dem Fliegerhorst“, „Fliegerischer Dienst“ und „Karriere bei der Bundeswehr“ Protagonisten interviewen, befragen, filmen und fotografieren. Mussten sie doch Material für ihre unterschiedlichen Medienproduktionen sammeln. Auch ein General „in persona“, Generalmajor Löwenstein, Kommandeur 1. Luftwaffendivision, stand für Interviews Rede und Antwort. Der Nachmittag verging wie im Flug und an den bereitgestellten PC‘s wurde hektisch gearbeitet, um die Texte rechtzeitig fertig zu stellen. Die Teams verfassten hier Beiträge und führten Interviews mit den Soldaten und scheuten sich nicht vor kritischen Fragen. Die 16-Jährige Laura aus Regensburg war erstaunt, wie viel Mühe sich alle gaben. „Die Soldaten sind hilfsbereit und geben gerne Interviews, auch wenn Sie keine Profis vor der Kamera sind.“
Der Lohn der harten Arbeit
Stolz waren die Schüler, als sie die Ergebnisse ihrer Arbeit ausgehändigt bekamen. Neben der Präsentation der Videobeiträge und des Webmagazins erhielten die Nachwuchsprofis ein druckfrisches Exemplar „ihrer“ Zeitung in die Hand. Alle Formate spiegelten die harte Arbeit der Jungjournalisten wider. Ein Unterschied zu professionellen TV-, Web- und Printbeiträgen war kaum zu erkennen. „Wie Sie uns mit Fragen gelöchert und sich ihre eigene Meinung gebildet haben, begeisterte uns alle“, so der Chef des Nörvenicher Verbandes abschließend und verabschiedete den Jugendpressekongress mit vielen positiven Eindrücken der Pressearbeit und des Teams der Luftwaffe.
Impressionen |
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