Informationen aus erster Hand

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Der Inspekteur der Luftwaffe beginnt seine Reise durch die Verbände im Taktischen Luftwaffengeschwader 73 „S“ in Laage und fliegt gleich danach zum Hubschraubergeschwader 64 nach Laupheim. Dabei steht das offene Gespräch an erster Stelle.

Ingo Gerhartz, Generalleutnant und seit kurzem Inspekteur der Luftwaffe, beginnt seine Reise durch die Luftwaffe. „Nah an der Truppe zu sein, das Ohr am Geschehen zu haben ist mir sehr wichtig. Darum beginne ich meine Zeit als Inspekteur der Luftwaffe mit Besuchen bei den Verbänden.“

Erster Standort war das Taktische Luftwaffengeschwader 73 „Steinhoff“ in Laage. Hier fliegen die modernsten Jets der Luftwaffe, die Eurofighter. Sie kamen in letzter Zeit in Verruf, dass sie nicht alle einsatzbereit seien. „Gerade die Einsatzbereitschaft der Technik unserer Luftwaffe und des Personals ist mein Schwerpunkt“, so Generalleutnant Gerhartz. Der Inspekteur hört aufmerksam zu, fragt gezielt nach und fordert zur konstruktiven Kritik auf: „Nur so kann ich mir ein richtiges Lagebild verschaffen und weiß, wo der Schuh drückt, um dann mit meiner Arbeit anzusetzen.“

Der Inspekteur hört aufmerksam zu, wenn Oberstleutnant Frank Fischer über die Technik beim Taktischen Luftwaffengeschwader 73 berichtet. (Quelle: Luftwaffe/Johannes Heyn)

Aber zu aller erst gilt es, einen Soldaten besonders glücklich zu machen. Sind Kommodores normalerweise im Dienstgrad Oberst tätig, so begrüßte der Chef des Laager Geschwaders den Inspekteur noch als Oberstleutnant. Das wurde aber kurzerhand geändert. Generalleutnant Gerhartz nutzte die Situation und beförderte den überraschten Oberstleutnant Gero von Fritschen zum Oberst. Der strahlte und fasste seine Gefühlslage treffend zusammen: „Herr General, für mich ist der Truppenbesuch schon jetzt ein voller Erfolg.“

Ein glücklicher Kommodore: Oberst Gero von Fritschen wird befördert. (Quelle: Luftwaffe/Johannes Heyn)

Dass der erste Truppenbesuch des Inspekteurs nicht nur für die Angehörigen des Geschwaders und ihn selber sondern auch für die Medien interessant ist, zeigte sich an den vielen Nachfragen der Journalisten am Ende des Besuches in Laage. Ob Klarstand, Personalsituation und Einsätze, Generalleutnant Gerhartz blieb keine Antwort schuldig. Auch auf die aktuelle Lage in Berlin ging er ein: „Ich freue mich, dass das Parlament der Beschaffung von Heron TP zugestimmt hat. Das bedeutet einen Quantensprung für die unbemannten Luftfahrzeuge der Bundeswehr. Mit der weitaus besseren Aufklärungssensorik und der gleichzeitig längeren Stehzeit der Drohne in der Luft, können wir den Schutz unserer Soldaten im Einsatz wesentlich verbessern.“

Generalleutnant Gerhartz stellt sich den Fragen der Presse. (Quelle: Luftwaffe/Johannes Heyn)

Nach einem kurzen Flug in der Global 5000 der Flugbereitschaft, landete der Inspekteur am Nachmittag bei seiner zweiten Station der Besuchsreise. Diesmal drehte sich alles um die Hubschrauber des Hubschraubergeschwaders 64 in Laupheim.

Der Kommodore, Oberstleutnant Christian Mayer, begrüßt den Inspekteur in Laupheim. (Quelle: Luftwaffe/Johannes Heyn)

Auch hier konnte der Inspekteur eine Beförderung aussprechen. Der Kommandeur Technik, Oberstleutnant Sven Clauder, freute sich über seine Einweisung in die Besoldungsstufe A 15. „Nicht das jetzt erwartet wird, dass ich bei jedem meiner Truppenbesuche eine Beförderung aussprechen kann“, scherzte der Inspekteur und weiter „mir selber würde das natürlich sehr gefallen, aber leider befürchte ich, dass das nur bei meiner ersten Reise so ist“. Die Informationen, die er in Laupheim bekam, waren nicht minder wichtig. Oberstleutnant Christian Mayer, Kommodore des Geschwaders in Laupheim, betonte: „Für uns ist es gut, dass wir unsere Themen und Probleme so prominent anbringen können. Und Probleme gibt es durchaus bei all dem Guten was mein Männer und Frauen leisten.“

Intensive Gespräche führte Generalleutnant Ingo Gerhartz mit allen Ebenen bei seinem Truppenbesuch. (Quelle: Luftwaffe/Johannes Heyn)

Konkret sprach er bei Generalleutnant Gerhartz die Einsatzbelastung der CH-53-Flotte, aber auch die Zukunftschancen seines Verbandes an. Am Ende eines intensiven Tages ging es per Hubschrauber weiter zum nächsten Standort der Reise nach Fürstenfeldbruck.

Premiere. Der Luftwaffeninspekteur im H145M auf dem Weg nach Fürstenfeldbruck. (Quelle: Luftwaffe/Johannes Heyn)

Autor: Matthias Boehnke

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