Kampfflugzeug der Zukunft: Gemeinsame Bewertungskriterien der Air Chiefs

Kampfflugzeug der Zukunft: Gemeinsame Bewertungskriterien der Air Chiefs

Kampfflugzeug der Zukunft: Gemeinsame Bewertungskriterien der Air Chiefs
Kampfflugzeug der Zukunft: Gemeinsame Bewertungskriterien der Air Chiefs
Kampfflugzeug der Zukunft: Gemeinsame Bewertungskriterien der Air Chiefs

Wie soll das künftige gemeinsame europäische Kampfflugzeug aussehen, was soll es können und wie sollen die verschiedenen Systeme vernetzt werden? Das sind wesentliche Fragen für die weitere Entwicklung des Next Generation Weapon System (NGWS) und des nationalen Future Combat Air System (FCAS). Die Air Chiefs der deutschen, französischen und spanischen Luftwaffen unterzeichnen dazu jetzt zwei wichtige Eckpunktpapiere.

Bei der Paris Air Show in Le Bourget wurde am 18. Juni 2019 erstmals ein Vorführmodell des Next Generation Fighter vorgestellt. Zusammen mit unbemannten Begleitflugzeugen und einer Combat Cloud bildet es das Next Generation Weapon System (NGWS) (Quelle: Bundeswehr/Jane Schmidt)

Bereits in einer Videokonferenz am 7. Mai hatten sich der deutsche Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Ingo Gerhartz, der französische Inspekteur der Luftwaffe, General Philippe Lavigne, und der stellvertretende spanische Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Javier Fernández, über die Inhalte verständigt. Sie begleiten das NGWS-Programm seit Beginn auf Arbeits- und auf Führungsebene. Zu zwei wichtigen Themen haben sie jetzt ihre gemeinsame Position konkretisiert und festgeschrieben.

Möglichst nahtlose Zusammenarbeit

Das erste ist eine gemeinsame Vision der Luftwaffen, das „Common Understanding Connectivity“ (CUC), um die Interoperabilität der eigenen Luftkampf-Komponenten und die der multinationalen Partner zu fördern und den Weg zur Konnektivität des NGWS/FCAS zu ebnen. Interoperabilität ist die Fähigkeit unterschiedlicher Systeme, möglichst nahtlos zusammenzuarbeiten. Konnektivität beschreibt grundsätzlich die Fähigkeit von Betriebssystemen, zwischen einem Rechner und Netzwerken eine Verbindung herzustellen. Ein gemeinsames Verständnis zum Betrieb komplexer Kommunikationssysteme ist ein Schlüsselelement des NGWS-Programms. Das CUC ermöglicht es den Partnern, ihre Entwicklungsprogramme einander anzunähern und aufeinander abzustimmen.

Das zweite Thema betrifft die Bewertungskriterien für die Architektur des NGWS. Bislang gibt es zehn verschiedene Modelle, wie das Systems aufgebaut werden könnte. Sowohl für das geplante neue Kampfflugzeug (Next Generation Fighter) als auch für die unbemannten Begleitflugzeuge (Remote Carrier) gibt es mehrere Konzepte mit Unterschieden bei Reichweite, Manövrierfähigkeit, Bewaffnung und anderem. Nun haben die Air Chiefs gemeinsam die Bewertungskriterien für die Architekturen gewichtet, um das gemeinsame Projektteam in einer späteren Phase der Konzeptstudie bei der Auswahl zu unterstützen.

Ab 2040 sollen der Next Generation Fighter, unbemannte Remote Carrier und eine Combat Cloud gemeinsam das Next Generation Weapon System (NGWS) bilden. Das NGWSNext Generation Weapon System zusammen mit anderen Systemen bildet das Future Combat Air System (FCAS) (Quelle: Dassault Aviation/Airbus Defence & Space)

Das NGWSNext Generation Weapon System besteht aus mehreren Komponenten

FCAS soll als „System of Systems“ ab 2040 alle Komponenten im Luftkampf verbinden – bemannt wie unbemannt. Ziel ist es, ein Großsystem zu schaffen, das die Einzelsysteme der beteiligten Länder auch mit Unterstützung Künstlicher Intelligenz verbindet. Das Herzstück jedes FCAS ist das NGWS (Next Generation Weapon System), das Deutschland, Frankreich und Spanien gemeinsam entwickeln. Dieses besteht aus drei Komponenten: dem Kampfflugzeug der nächsten Generation (Next Generation Fighter – NGF), unbemannten Begleitflugzeugen und einer Combat Cloud, die alles miteinander verbindet.

Nachdem Deutschland im Oktober vergangenen Jahres formal dem Projekt und der gemeinsamen Konzeptstudie beigetreten war und der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags im Februar das Vorhaben mit einem Volumen von 78 Millionen Euro gebilligt hat, geht es nun um die konkrete Technologie- und Demonstratoren-Entwicklung. Dabei stehen nicht nur die Technologien für das künftige Kampfflugzeug und Triebwerk im Mittelpunkt, sondern auch die für die Remote Carrier.
Bei der Paris Air Show in Le Bourget im Juni 2019 wurde das erste Mockup des neuen Kampfflugzeugs enthüllt. Ein erster Prototyp soll voraussichtlich ab 2026 getestet werden.

Autor: Stefanie Pfingsten

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