Luftwaffe unterstützte nach Busunglück

Nach dem schweren Busunglück auf der portugiesischen Urlaubsinsel Madeira hatte das Auswärtige Amt im Rahmen der Amtshilfe das Bundesministerium der Verteidigung um Unterstützung gebeten. Daraufhin setzte die Flugbereitschaft einen A310 MedEvac in erhöhte Bereitschaft.

 

Der A310 ist in der MedEvac-Variante wie ein fliegendes Krankenhaus ausgerüstet. (Quelle: Luftwaffe/Dr. Christian Geis)

 

Das Flugzeug ist wie ein fliegendes Krankenhaus ausgestattet und kann insgesamt 44 Patienten liegend transportieren.

Am Samstag um 6.00 Uhr startete der A310 „August Euler“ mit der Kennung 10-27 in Köln und landete nach rund vier Stunden Flugzeit auf dem Flughafen in Funchal auf Madeira. Bereits am Donnerstag zuvor flog Außenminister Heiko Maas mit einem Team von Konsularbeamten, Psychologen und Ärzten des Auswärtigen Amtes nach Madeira, um sich ein Bild über die Situation vor Ort zu machen und mit den Betroffenen zu sprechen. Mit dabei war auch ein Ärzteteam der Bundeswehr.

 

Der A310 steht in Funchal bereit, um die verletzten deutschen Staatsbürger nach Deutschland zu fliegen. (Quelle: Luftwaffe/Johannes Stamm)

 

Sein Auftrag war die Vorbereitung des Rücktransportes. Dazu gehörte insbesondere die Begutachtung der Verletzten. So konnte vorab festgestellt werden, ob die Patienten für einen Rückflug stabil genug waren und welche Patienten intensivmedizinische Betreuung während des Fluges benötigten. Verantwortlich dafür war Oberstabsarzt Dr. Christian Geis. „Als Fliegerarzt war es meine Aufgabe, die Flugtauglichkeit der Patienten festzustellen und den Rücktransport mit dem MedEvac-Team zu koordinieren.“

Vor seiner Zeit bei der Bundeswehr arbeitete Oberstabsarzt Geis ein Jahr lang in Brasilien in einem Krankenhaus. Seine Sprachkenntnisse erleichterten die Kommunikation mit den portugiesischen Behörden und Ärzten enorm und halfen schließlich, die Verletzten schnell nach Hause zu bringen.

 

Pilot Oberst Johannes Stamm und sein Co-Pilot Hauptmann Michael Dickerhoff nach der Landung in Köln. (Quelle: BILD am Sonntag /Stephan Schmick)

 

Gegen 13 Uhr hob der A310 mit 15 Verletzten in Madeira ab und landete am Samstagnachmittag um 17 Uhr in Köln. Von dort wurden die deutschen Staatsbürger mit Rettungswagen in verschiedene Krankenhäuser transportiert.

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