Super, Hercules!

Mehr Leistung, mehr Zuladung, mehr Überblick im Cockpit. Mit neugierigen Augen inspizieren Piloten und Ausstellungsbesucher das Transportflugzeug, mit dem die französische Luftwaffe nach Berlin auf die ILA gekommen ist. Denn die deutsche Luftwaffe beabsichtigt, ebenfalls einige C-130J anzuschaffen. Einige Eindrücke von der „Super Hercules“.

Frankreich hat bereits eine Super Hercules – die deutsche Luftwaffe bekommt ihre in wenigen Jahren. (Quelle: Bundeswehr/ Lenke)

Es riecht noch ziemlich neu, nachdem man die wackelige Treppe überwunden und in das Innere der Maschine eingetaucht ist. Nach links geht es weitere Stufen hinauf in das geräumige Cockpit, das dank seiner vielen Fenster mit einer grandiosen Rundumsicht besticht. „Gerade beim taktischen Fliegen mit engen Kurven in Bergtälern ermöglicht das gläserne Cockpit, den Überblick zu bewahren“, erklärt der französische Pilot Florent H. (31). Gegenüber der C-160 Transall, die Capitaine Florent bisher geflogen ist, ein echter Perspektivenwechsel.

19 Tonnen Ladung oder 128 Passagiere: im Ladungsraum der C-130J ist viel Platz. (Quelle: Bundeswehr/ Lenke)

Gemeinsame Rüstungsprojekte haben Tradition

Apropos Transall: Gemeinsame Rüstungsprojekte mit Frankreich haben eine lange Tradition. Schon in den 1960er-Jahren gab es die Transporter Allianz (Transall), deren Produkt die derzeit noch in beiden Ländern eingesetzte C-160 war. Und jetzt die Lockheed Martin C-130J Hercules, die modernste Version der US-amerikanischen Transportflugzeug-Familie. Während die französische Armee de L’Air (Luftwaffe) ihre erste C-130J vor wenigen Monaten erhalten hat, rechnet die deutsche Luftwaffe frühestens in drei Jahren mit ihren sechs C-130J.

Der Transporter soll die A400M-Flotte taktisch ergänzen. Nach dem Ende der Transall-Ära sollen C-130J-Maschinen auf Landebahnen eingesetzt werden, für die der A400M zu groß ist. Das könnten zum Beispiel Evakuierungseinsätze in Afrika sein, wo kleine und unbefestigte Pisten den Einsatz des A400M unmöglich machen.

Pilot Capitaine Florent an seinem Arbeitsplatz: das geräumige Cockpit mit vielen Dispalys. (Quelle: Bundeswehr/Lenke)

Nur drei Mann Besatzung, aber viel Schub

Für Capitaine Florent, der eine sechsmonatige Ausbildung auf der C-130J im amerikanischen Arkansas absolvierte, waren es zwei Premieren: zum ersten Mal mit einer „Herc“ auf einer Luftfahrtausstellung, zum ersten Mal in Berlin auf der ILA. Dass es „cool“ ist, die C-130J zu fliegen, liegt für Florent daran, dass das viermotorige Flugzeug deutlich mehr Schub hat als die Transall, die er früher flog. „Damit können wir in der Hitze Afghanistans auch tagsüber operieren.“ Und noch einen großen Unterschied gibt es zur Transall: ein Bordtechniker ist nicht mehr vorgesehen, Pilot und Copilot sind allein im Cockpit. Nach wie vor ist mindestens ein Ladungsmeister an Bord, der sich um Passagiere und Beladung kümmert.

Ladungsmeister Sergent-chef Sofiane im Gespräch mit seinen deutschen Kameraden. (Quelle: Bundeswehr/ Lenke)

Gemeinsame Flotte in der Normandie

Diesmal ist Sergent-chef Sofiane H. mitgeflogen, der schon allein deswegen mehr als früher zu tun hat, weil er sich in der Langversion der Hercules um bis zu 128 Passagiere oder 92 voll ausgerüstete Fallschirmspringer kümmern muss. Das Besondere: die C-130J gibt es auch in einer Kurzversion und als Tanker, der Hubschrauber und Kampfjets in der Luft betanken kann. Am Ende der ILA fliegt Capitaine Florent wieder zurück nach Orleans. Wenn auch die Luftwaffe ihre C-130J erhält, werden die beiden Streitkräfte ihre Hercules gemeinsam in Évreux in der Normandie stationieren.

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